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Anmeldungsdatum: 29.01.2006 Beiträge: 598 Wohnort: 50679 Köln
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Verfasst am: 19.05.2006, 08:19 Titel: WASG-Abweichler gründen BASG |
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WASG-Abweichler gründen BASG
Von Michael Bock
Die Spaltung der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit ( WASG ) ist vollzogen : Ehemalige WASGMitgliedser gründeten am Mittwochabend in Niederndodeleben im Ohrekreis das Bündnis " Basis orientierte Arbeit und Soziale Gerechtigkeit – die Alternative ", kurz BASG.
Magdeburg. BASG-Landesvorsitzender ist Christian Sebastian aus Niederndodeleben. Der 29-jährige Zeitsoldat war zuletzt Landesschatzmeister in der WASG, in der vorigen Woche aber mit 14 weiteren Mitgliedern aus der Partei ausgetreten. " In der WASG hat es nur noch Postengerangel und Querelen gegeben ", sagte Sebastian gestern. " Für die soziale Gerechtigkeit wurde nichts getan. Wir wollen uns von der WASG und ihrer Machtbesessenheit abgrenzen. "
Sebastian zufolge hat die BASG zurzeit rund 50 Mitglieder. Dabei handelt es sich in erster Linie um ehemalige WASGMitglieder, die die spätestens Mitte 2007 angestrebte Fusion mit der Linkspartei. PDS ablehnen.
Die WASG hat nach eigenen Angaben rund 140 Mitglieder.
Sebastian sagte, die BASG wolle bereits bei den sachsenanhaltischen Kommunalwahlen im nächsten Jahr antreten. Am 9. Juni solle im Burgenland der erste Kreisverband gegründet werden.
Stellvertretender BASG-Landesvorsitzender ist Hans-J örg Guhla, ein scharfer Kritiker der Linkspartei. PDS und zuletzt WASG-Kreischef. Der 47-J ährige hatte erst am vorigen Montag in einer überaus harschen Presseerklärung seinen Austritt aus der WASG erklärt. Er hatte der Parteispitze unter anderem " unbeschreiblich ernie drigenden Machtmissbrauch " vorgeworfen und von einer " menschenverachtenden Politmaschinerie " gesprochen.
Nach Angaben Guhlas ist die BASG bundesweit bereits die elfte Ausgründung einer Partei aus der WASG. Guhla zufolge wollen sich die elf Landesverbände am 27. Mai in Wittenberg treffen, um einen Dachverband mit dem Namen " Die Alternative " zu gründen.
Die Landesvorsitzende der WASG, Dolores Rente, sagte gestern zur Gründung der neuen Partei : " Das war offensichtlich eine Trotzreaktion. " Eine ernst zu nehmende Konkurrenz will sie in der BASG nicht erkennen. Gleichwohl schloss sie weitere Austritte aus der WASG nicht aus : " Das war erst der Anfang. " So werde in der WASG auch der Fusionsprozess noch " skeptisch betrachtet ", sagte sie.
Die WASG wird bei einem Parteitag am 24. Juni einen neuen Landesvorstand wählen. Rente tritt nicht mehr an. Neuer Landeschef will der Gewerkschaftssekretär Thomas Waldheim ( 45 ) aus Magdeburg werden.
Christian Sebastian
http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/sachsen_anhalt/?em_cnt=90804 _________________ Gruß
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